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Marcus Meye

Dankbar zurück ins Leben: Transplantationspatient Marcus Meye spendet 15.000 Euro für Ausstattung der Patientenzimmer

Lange und bedrückend war die Zeit, in welcher der Bad Homburger Marcus Meye nach dem plötzlichen Auftreten einer Herzschwäche auf ein Spenderherz warten musste. Mit einer Spendenaktion hat der heute wieder vitale 28-jährige auf die Wichtigkeit von Organspende aufmerksam gemacht.

Unter dem Motto „Italien Heart“ fand am 3. November diesen Jahres ein Schlemmersonntag des Bad Homburger Feinkostgeschäfts Lautenschläger statt. Dass sich hinter diesem Leitsatz exquisite italienische Speisen verbargen, war nicht schwer zu erraten. Doch steckte dahinter noch viel mehr. Schließlich hat das Herz eine ganz besondere Bedeutung für Marcus Meye, den Junior-Chef des Ladens.

Als dieser im letzten Jahr eine Bronchitis verschleppt, wird bereits wenige Wochen später, nach anfänglichen Schwächeanfällen und Appetitlosigkeit, nur noch eine Herzleistung von erschreckenden 15 Prozent festgestellt. Auf einmal geht es für ihn um Leben oder Tod. Aufgrund seiner verbleibenden Lebenserwartung von gerade einmal zwei Wochen, wird ihm in der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik ein Kunstherz eingesetzt. Die geschätzte Wartezeit auf ein neues Herz beträgt zu dieser Zeit etwa fünf Jahre. Doch im September wird Meye von der T-Liste auf die dringlichere HU-Liste gesetzt, da sich an der Verkabelung des Kunstherzens ein Infekt bildet. Ein weiteres halbes Jahr muss er in einem Langzeitzimmer der Kerckhoff-Klinik auf die positive Nachricht warten, am 6. Februar ist es dann so weit und ein Spenderherz steht bereit. Die anschließende Operation verläuft komplikationslos, das fremde Herz wird von seinem Körper angenommen und der Albtraum ist für Meye endlich beendet.

Umso mehr kann dieser heute sein Leben wertschätzen. „Alles kann so schnell gehen, auf einmal hängt alles an einem seidenen Faden“, erklärt er. „Parallel zum Auftreten meiner Herzschwäche kam es in Deutschland zu dem viel beachteten Organspendeskandal, dieser hatte einen Rückgang von einem Drittel der spendebereiten Bürger zur Folge.“ Die ohnehin belastende Wartezeit wird durch die Kritik an der Organspende noch zusätzlich verschlimmert. „Ein Blick in die Zeitung genügte, um die Chancen auf ein Weiterleben zu zerschlagen.“ Das letztendlich doch alles gut gegangen ist verdankt Meye seinem Spender, der Kerckhoff-Klinik und der Deutschen Stiftung für Organspende (DSO). Als Zeichen seiner Dankbarkeit spendete er jeweils fünf der 15 Euro Eintritt des Schlemmersonntages an die Kerckhoff-Klinik. „Der Erlös soll in eine bessere Ausstattung der Langzeitzimmer fließen.“ Denn Ablenkung der Patienten, beispielsweise durch Computer, sei in dieser schweren Zeit des Wartens besonders hilfreich.

Eine wichtige Herzensangelegenheit war Meye zudem die umfassende Aufklärung seiner Kunden über die Wichtigkeit der Organspendebereitschaft. Zu diesem Zweck waren der Ärztliche Direktor der Kerckhoff-Klinik, Dr. Thomas Walther, und Vertreter der DSO geladen. Gemeinsam mit Meye informierten sie über die Möglichkeiten mit einem Organspendeausweis Leben zu retten. Auch ein Kunstherz wurde den Interessierten vorgeführt. Ein solches hatte auch Meye am Leben gehalten. „Ich hoffe, dass wir einige unserer Gäste zum Nachdenken anregen konnten und die Spendenbereitschaft in Deutschland insgesamt bald wieder zunehmen wird.“

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